Gemeinsam mit den Barmherzigen Schwestern in Wien organisierte Sr. Anneliese Herzig MSsR eine Wanderung auf den Spuren des Wiener Wassers am 6. Juni 2026. Eingeladen waren Ordensleute, die sich für die Herkunft des Wiener Wassers interessieren und gut zu Fuß sind. Entstanden ist diese Idee im Gespräch mit Novizinnen und Junioratsschwestern der Barmherzigen Schwestern, die aus Uganda stammen, und sich gefragt haben, woher das saubere Trinkwasser kommt. Auch ich habe auf meiner apostolischen Erfahrung im Noviziat in Tansania gelernt, dass sauberes Wasser ein großes Privileg ist!
Bei der spannenden Führung im Wasserleitungsmuseum in Kaiserbrunn haben wir gesehen, wie das Wasser bei der Quelle aufgefangen und in der 1. Hochquellwasserleitung bis nach Wien transportiert wird. Die Hochquellwasserleitung
ist rund 150 km lang, 150 Jahre alt, und kein Rohr, sondern ein Stollen. Von der Quelle bis nach Wien braucht das Wasser rund 24 Stunden und sieht erst in unseren Waschbecken das 1. Mal wieder Tageslicht, seitdem es als Regen in den Berg versunken ist.Um die Wasserversorgung in Wien sicherzustellen, wurde später noch eine zweite Wasserleitung gebaut, die in der Steiermark startet und 180 km lang ist. Es war erleichternd für uns zu hören, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz des verfügbaren Quellwassers nach Wien transportiert wird und immer noch mehr als genug für die Natur, Landwirtschaft und Flüsse vorhanden ist. Die Instandhaltung der Wasserleitung ist viel schwere Arbeit. Gehen wir also achtsam damit um! Leider lässt sich Wasser nicht so weit transportieren, dass wir damit Gebiete mit großer Wasserknappheit sicher versorgen könnten.
Nach vielen Informationen haben wir den Nachmittag im Gehen am schönen Wanderweg entlang der Wasserleitung und im Gebet und Austausch verbracht.
Sr. Jana

