SSM International: Künstliche Intelligenz und ich

Mit großem Interesse nahm ich am 29. Mai an einem Webinar über künstliche Intelligenz (KI) und menschliche Beziehungen teil. Die Fortbildung passte zur neuen Sozialenzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo. Einige zentrale Einsichten fasse ich hier zusammen.

– Wir lehren Maschinen, Dinge zu tun. Aber wenn wir eine Maschine als menschliches Wesen betrachten, mit dem wir Probleme austauschen können, riskieren wir, selbst Maschinen zu werden.

Datenübertragung, Datenspeicherung und Datenwiedergabe sind Kennzeichen einer Maschine, aber nicht die eines Menschen. Maschinen prozessieren Daten, aber es gibt keinen echten Dialog und kein menschliches Wachstum.

– Maschinen kenne keine Gefühle, keine Sehnsucht. KI hat nicht als Ziel, dass wir gute Menschen werden, sondern dass wir abhängig werden.

– Maschinen sagen uns, was wir hören wollen und nicht das, was uns zum Wachstum verhilft.

– Die digitale Technologie kann uns unmenschlich machen.

– Maschinen nehmen uns das Denken ab. Ihr Ziel ist Effektivität und Überzeugungskraft und nicht Betrachtung und Sinnsuche.

– Maschinen tun nur das, was von ihnen verlangt wird. Es gibt keine Reflexion.

– KI benötigt eine Unmenge von Ressourcen (z. B. Wasser, Energie), die direkt oder indirekt den Armen weggenommen werden.

Was für Schlüsse ziehe ich für mich persönlich?

  • Menschliche Beziehungen sind nicht ersetzbar.
  • KI muss helfen, dass die menschlichen Fähigkeiten wachsen können und nicht die Maschine den Menschen ersetzt.
  • Menschliche Kontrolle der KI-Ergebnisse ist immer notwendig. Wir selbst bestimmen, ob eine Antwort richtig ist.
  • Kreativität kann nie durch Maschinen ersetzt werden.
  • Technologie soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.
  • Effektivität ist nicht alles.

Sr. Gudrun

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