„Lobet Gott mit Saiten und Pfeifen“

Am Freitag vor Pfingsten, dem 22. Mai 2025, war die Kapelle des Klosters voller Menschen. Viele Freund:innen der Schwestern und der Pfarre Altsimmering waren zum Festgottesdienst gekommen, bei dem die Orgel gesegnet und somit wieder ihrer liturgischen Bestimmung übergeben wurde. Zu Beginn des Gottesdienstes nahm Kaplan Anton Istuk die Segnung vor. Im Segensgebet erklang die Freude über die Gabe der Musik, durch die Gott Lobpreis dargebracht wird. „Wir bitten dich: Segne diese Orgel. Lass sie zu deiner Ehre erklingen und bereite uns durch ihren Klang frohe Stunden. Wie sich die vielen Pfeifen in einem harmonischen Klang vereinen, so lass auch uns als Gemeinde in gegenseitiger Liebe und im Glauben verbunden bleiben“, betete der Kaplan. Dann stimmte die Gemeinde mit den ersten Klängen der Orgel in das Lob Gottes, das Gloria, ein.

Die Orgel wurde 1974 von Orgelbaumeister Adolf Donabaum (*1938) für die Klosterkapelle erbaut. Doris Radlmair machte eine Einführung zum Instrument und erwähnte dabei auch Sr. Regina, „die viele Jahrzehnte hindurch auf der Orgel gespielt hat, jetzt aus Krankheitsgründen nicht mehr spielen kann. Es ist besonders schön, dass die Klostergemeinschaft die Orgel weiterhin erhalte und dafür Geld für die Renovierung aufgebracht hat.“

Sr. Elisabeth bedankte sich für die Initiative zum Orgelfest und dafür, dass die Orgel immer wieder gespielt wird: „Es war sehr schön, die Klänge der Orgel bei den Proben zu hören und ich freue mich auf viele weitere Orgelklänge.“

Zu Beginn ließ Doris die Zuhörer:innen die Klangwelt der einzelnen Register hören und spielte von der größten Pfeife mit 16 Fuß (ca. 2,4 m) bis zur kleinsten Orgelpfeife (ca. 1,4 cm) einige Akkorde vor.

Beim Konzert brachten die Organistinnen Doris Radlmair und Monika Bruckner mit gesanglicher Unterstützung von Georg Radlmair die ganze Klangwelt des Instrumentes zu Gehör durch Werke von Georg Muffat, Johann Pachelbel, Johann Sebastian Bach, Hans Haselböck, Cesar Bresgen und als fulminanten Abschluss das Halleluja aus Händels Oratorium „Der Messias“.

Nach dem Konzert zeigten sich die Besucher:innen am Instrument und seiner Renovierung sehr interessiert. Bei der Agape im Refektor der Schwestern klang der Abend fröhlich aus.

Georg

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