Internationale SSM Fortbildung Online

Am 31. Jänner trafen sich alle SSM-Schwestern online, um anlässlich des Jubiläumsjahres „800. Todestag des Hl. Franziskus“ dem Vortrag von P. Guglielmo Spirito ofm conv zuzuhören.

„Sich in den Fußstapfen des Hl. Franziskus um den verwundeten Leib Christi zu kümmern“ war das Thema des gemeinsamen Nachmittags.

P. Guglielmo zog eine Parallele zwischen dem kranken, leidenden Franziskus, und Maria, der schmerzhaften Mutter, die in mütterlicher Sorge bei ihrem sterbenden Sohn bleibt.

Für mich war neu, dass Franziskus schon als Kind schwach und zart gebaut war und er im Lauf seines Lebens an den verschiedensten Krankheiten litt, z.B. an den Folgen von Malaria, die damals in Italien sehr weit verbreitet war, an Leber-, Milz, Magen- und Darmkrankheiten, am ägyptischen Morbus und an einer chronischen Augenentzündung, die zur Erblindung führte. Er litt zyklisch unter einem völligen Kräfteverlust. Er war – vor allem dann gegen Ende seines Lebens – wirklich schwer krank und körperlich am Ende. Es scheint paradox zu sein, dass er in diesem Zustand den Sonnengesang dichtet.

Immer wieder verwendet der Hl. Franziskus in seinen Schriften das mütterliche Paradigma: Die Brüder sollen so miteinander umgehen, wie eine Mutter ihr Kind liebt und nährt.

Auch am S. Damiano Kreuz ist Maria neben dem leidenden Christus abgebildet. Maria nimmt die Einsamkeit des Gekreuzigten wahr und bleibt bei ihm.

Franziskus entdeckt Christus, der körperlich leidet, und versucht, das Leid Christi durch seine Liebe, durch seine Beziehung mit Christus zu lindern.

In unserer Zuwendung zu den Kranken und Leidenden in der heutigen Zeit versuchen wir auch, diese mütterliche Sorge auszudrücken und das Mitleid zu empfinden, sodass die die Kranken und Leidenden sich nicht allein gelassen fühlen, sondern das Mitgetragen-Sein spüren können.

Sr. Elisabeth

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