Janas Aufnahme ins Postulat


Am Nachmittag des 30. 5. ging Jana spazieren (so konnte wir ungestört ein Überraschungs-Segenslied einstudieren ?).

Sie besuchte unter anderem auch den Friedhof und das Grab unserer Schwestern, um ihnen zu sagen, dass sie ihren ersten offiziellen Schritt macht, um Teil unserer Gemeinschaft zu werden.
In der Kapelle hatte Sr. Annemarie die Figuren in Szenen aus sieben Pfingstlesungen wunderbar gestellt. Bevor die Vesper begann, erklärte Sr. Gudrun für Janas Schwester Lena und ihre Mutter, welche Zeichen Jana bei der Aufnahme ins Postulat bekommen würde und welche Bedeutung sie haben (Tau und Stundenbuch). Dann konnte mit der ersten Pfingst-Vesper die Feier der Aufnahme ins Postulat beginnen.
Als Lesung hörten wir Röm 8,22-27. Sr. Gudrun teilte ihre Gedanken zur Lesung mit uns. Sie hob unter anderem den tröstlichen Schluss hervor: „Der Geist, die Kraft Gottes nimmt sich unserer Schwachheit an. Wir müssen nicht vollkommen sein. Auch als Gemeinschaft nicht. Das hast du oft erlebt, Jana. Wir dürfen vertrauen: Der Geist kennt uns und stellt immer wieder Verbindung zu Gott her.“
Sie schloss mit einer Bitte für Jana und für alle: „Mögen wir dem Geist Gottes vertrauen, dass Hoffnung stärker ist als alles, was uns Angst machen kann, uns verunsichert und zweifeln lässt.“ Nach dem Lied „Wir singen für die Mutigen“ wurde Jana von Sr. Elisabeth gefragt, worum sie bittet – wie auch Eltern bei der Tauffeier gefragt werden, worum sie für ihr Kind bitten. „In die Gemeinschaft einzutreten und ins Postulat aufgenommen zu werden.“, war Janas Antwort. Sr. Gudrun als Begleiterin auf Janas Weg unterstützte mit ihrem Zeugnis diese Bitte. So wurde sie von Sr. Elisabeth ins Postulat aufgenommen und bekam ein Tau und die Stundenbücher überreicht.
Dann folgten zwei Überraschungen: Jana erhielt ein Kuvert, in dem stand, wer sie im Postulat begleiten wird. Und wir hatten heimlich das Segenslied vorbereitet, bei dem Janas Schwester mit ihrer ins Kloster „eingeschmuggelten“ Geige begleitete.
Es war wirklich ein schlichtes und gleichzeitig freudvolles und wunderschönes Fest, das bei einer gemütlichen Agape seinen Ausklang fand.
Sr. Susanna